Mutter fröhlich mit Kind in den Armen vor Parkkulisse

Informationen zum e-Impfpass-Pilotprojekt

Auf Beschluss der Bundeszielsteuerungskommission wurde die ELGA GmbH im Juni 2018 mit der Umsetzung der Pilotierung des elektronischen Impfpasses (e-Impfpass) betraut. Die Projektarbeiten haben unmittelbar danach begonnen. Neben den bestehenden ELGA-Anwendungen e-Befund und e-Medikation wird nun der e-Impfpass auf Basis der sicheren ELGA-Infrastruktur umgesetzt. Finanziert wird die Pilotierung des elektronischen Impfpasses gemeinsam vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK), allen neun Bundesländern und der Sozialversicherung.

Der e-Impfpass soll im Rahmen des Pilotprojekts erprobt werden, zusammen mit den Landessanitätsdirektionen sowie ausgewählten niedergelassenen Ärzten. Im Jahr 2020 erfolgt die Pilotphase des e-Impfpasses in Niederösterreich, Steiermark und Wien. Die Pilotphase umfasst die öffentlichen Impfstellen sowie ca. 30 ausgewählte Pilotärzte; mitwirken werden jene niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, die Kinder impfen wie Kinderärzte und Allgemeinmediziner.

Die Impfdaten werden in einem zentralen österreichischen Impfregister gespeichert. Dies ermöglicht eine nahezu vollständige und standardisierte Impfdokumentation. Ein Papier-Impfpass ist zukünftig nicht mehr notwendig und kann dann auch nicht mehr verloren gehen. Wichtige epidemiologische Auswertungen wie beispielsweise zuverlässige Durchimpfungsraten werden sichergestellt.

Durch Verknüpfung mit dem nationalen österreichischen Impfplan, der regelmäßig nach den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft präzisiert und aktualisiert wird, werden personalisierte Impfempfehlungen über den e-Impfpass möglich. Das bedeutet mehr Service und Komfort für Patientinnen und Patienten und ein Plus an Information für die impfenden Stellen.

Im Rahmen des Pilotprojekts wird der elektronische Impfpass evaluiert und soll dann ab 2021 schrittweise in ganz Österreich umgesetzt werden.