Ältere Frau in Apotheke

Die Anwendung „e-Befund“ der elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) wurde 2018 umfangreich evaluiert, um für Ärztinnen und Ärzte nutzerfreundlicher zu werden. 2018 standen fast 20 Millionen e-Befunde über ELGA zur Verfügung, ca. 75 % davon in bereits strukturierter Form - also kein PDF. Im 3. Quartal 2018 gab es mehr als 750.000 Abrufe von ELGA e-Befunden.

Befragung zu Nutzen und Anwenderfreundlichkeit

Um die ELGA e-Befunde für Ärztinnen und Ärzte nutzerfreundlicher zu machen, setzten die ELGA-Systempartner (Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, Länder und Hauptverband) eine Arbeitsgruppe mit Expertinnen/Experten ein, wobei auch Vertreterinnen/Vertreter der niedergelassenen und angestellten Ärztinnen/Ärzte sowie Softwarehersteller für Arztpraxissysteme miteinbezogen waren. Eine wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch das Fraunhofer-Institut für offene Kommunikationssysteme, FOKUS, (Berlin). Ziel war es, den aktuellen Status der e-Befunde zu erheben, deren Nutzen und deren Verbesserungspotenziale objektiv und faktenbasiert zu evaluieren und darauf aufbauend Maßnahmen zur Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit vorzuschlagen. Für die Evaluierung wurden niedergelassene und angestellte Ärztinnen und Ärzte, die ELGA-e-Befunde bereits aktiv verwenden, mittels Onlinefragebögen im Herbst 2018 befragt.

Ärzte befürworten die Idee vom ELGA „e-Befund“, Umsetzung muss besser werden

Rund 90 % aller befragten Ärztinnen/Ärzte gaben an, dass es von Vorteil sei, dass durch ELGA nun e-Befunde abrufbar werden, die zuvor nicht verfügbar waren. Die vereinheitlichte Befundstruktur wird auch von beinahe allen Befragten für gut befunden. Somit befürworten fast alle Ärztinnen/Ärzte die Idee vom ELGA „e-Befund". Bei der Befragung der niedergelassenen Ärztinnen/Ärzte, die ELGA-e-Befunde bereits verwenden, gaben 64% von ihnen einen konkreten Nutzen an. Der dadurch entstehende Zeitaufwand ist jedoch für 60 % aktuell zu hoch. 

Zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung des e-Befundes empfohlen

Auf Basis der Evaluierung wurden wichtige Anforderungen festgestellt. Daraus wurden Maßnahmen abgeleitet, die die Vollständigkeit und die Übersichtlichkeit von ELGA erhöhen. Darüber hinaus wird die technische Qualität der e-Befunde erhöht und der Zeitaufwand für die Anwender bei der Verwendung reduziert. Außerdem soll das Vertrauen in ELGA gestärkt werden. Die ELGA-Eigentümer werden die Umsetzung nun gemeinsam mit den Projektpartnern aus der Ärzteschaft sowie den Softwareherstellern planen und schrittweise umsetzen.

Berichte zur e-Befund Evaluierung: